German 11

Exzellenzcluster ‚Gesellschaftliche Abhängigkeiten und by Dr. Florian Straus (auth.), Prof. Dr. Curt Wolfgang PDF

By Dr. Florian Straus (auth.), Prof. Dr. Curt Wolfgang Hergenröder (eds.)

ISBN-10: 3531171909

ISBN-13: 9783531171906

ISBN-10: 3531923463

ISBN-13: 9783531923468

Armut und finanzielle Überforderung privater Haushalte sind zu einem gesellschaftspolitischen challenge ersten levels geworden. Allein in Deutschland gelten rund 10 % der über 18-Jährigen als überschuldet. Für die nächsten Jahre wird angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung ein weiterer Anstieg armutsbedingter Problemlagen und von Privatinsolvenzen prognostiziert. Maßnahmen zur Unterstützung von armen und zahlungsunfähigen Personen sowie Präventionsstrategien zur Vermeidung von Armut und Überschuldung werden dringend notwendig. Der Forscherverbund „Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke“ der Universitäten Mainz und Trier hat es sich, gefördert durch die Exzellenzinitiative des Landes Rheinland-Pfalz, zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Facetten der Schuldenproblematik in transdisziplinärer Zusammenarbeit zu hinterfragen. Ziel der Forschergruppe, deren Mitglieder aus der Erziehungswissenschaft, der Geschichte, der Kriminologie, den Rechtswissenschaften, der Sozialmedizin sowie der Wirtschaftspädagogik kommen, ist die nähere Erforschung der Ursachenzusammenhänge zwischen der Entstehung von Armut und Schulden, den Auswirkungen dieser Problemlagen auf die wirtschaftliche, rechtliche, soziale und gesundheitliche Lebenssituation sowie dem Bewältigungshandeln der daraus resultierenden Probleme.

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Att. 11, 1, 2. 78 Vgl. Cic. off. II, 55. “79 Unterstützungsnetzwerke gab es zweifellos in der Späten Republik – sie waren unerlässlich für das ökonomische Miteinander der Oberschicht. Sie bestanden nicht nur im Hintergrund und ermöglichten im Bedarfsfall alternative Lösungswege unter Umgehung der öffentlichen Institutionen, sondern hatten, in Abwesenheit regelrechter öffentlicher Einrichtungen, die Geld- und Kreditfluss regelten, tatsächlich essenzielle Bedeutung. Ohne sie hätten Senatoren und Ritter ihre Spekulationsgeschäfte in den Provinzen nicht durchführen können, ja: die weitaus meisten hätten die enormen Ausgaben, die ihre Position erforderte, alleine nicht mehr decken können.

Cicero nicht nur befreundet, sondern auch verschwägert war (Quintus hatte eine Schwester des Atticus geheiratet; das Geld sollte demzufolge Atticus‘ Neffen zugute kommen), konnte er das Darlehen verweigern, ohne dass es daraufhin zu einem Bruch ge53 Sen. ben. 2, 18, 5: Itaque eligendum est, a quo beneficium accipiam; et quidem diligentius quaerendus beneficii quam pecuniae creditor. Huic enim reddendum est, quantum accepi, et, si reddidi, solutus sum ac liber; at illi et plus solvendum est, et nihilo minus etiam relata gratia cohaeremus; debeo enim, cum reddidi, rursus incipere, manetque amicitia; utque in amicitiam non reciperem indignum, sic ne in beneficiorum quidem sacratissimum ius, ex quo amiticia oritur.

43 Er war dennoch ein angesehenes Mitglied des Ritterstandes. Ein einheitliches Berufsbild des faenerator gab es also nicht. Im Wesentlichen bezeichnete der durchweg pejorativ konnotierte Begriff in der Literatur der späten Republik jedoch die verhältnismäßig kleine Gruppe derer, die professionell gegen Zinsen liehen, besonders diejenigen, die einen Wucherzins verlangten. Der Beruf genoss keinerlei Ansehen: Cicero bezeichnete ihn als einen unsauberen Beruf (quaestus sordidus), mit der Würde eines freien Mannes unvereinbar,44 und illustrierte das mit folgender Anekdote: Als man den älteren Cato, Sinnbild des tugendhaften Römers schlechthin, einmal fragte, was in Vermögensangelegenheiten am vor42 Sall.

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Exzellenzcluster ‚Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke’: Gläubiger, Schuldner, Arme: Netzwerke und die Rolle des Vertrauens by Dr. Florian Straus (auth.), Prof. Dr. Curt Wolfgang Hergenröder (eds.)


by Brian
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